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DIE UNIVERSITÄT LEIPZIG IM JAHR 2016

Mit dem 2016 begonnenen Personalentwick-

lungskonzept stellt sich die Universität Leipzig

den Herausforderungen der sich rasch wandeln-

den Arbeitswelt in der Wissenschaftslandschaft

des 21. Jahrhunderts. Das Personalentwick-

lungskonzept enthält einen allgemeinen

Rahmentext und fokussiert auf drei thematische

Säulen: befristete Beschäftigungsverhältnisse

in Qualifizierungsphasen, Dauerstellen und

Tenure Track. Das Konzept fasst erstmals

die vielfältigen bestehenden Instrumente der

Personalentwicklung zusammen und wird auch

nach der Verabschiedung im Jahr 2017 stetig

weiterentwickelt.

2016 erhielt die Universität im Hochschul-

bereich Finanzzuweisungen des Freistaates

Sachsen sowie anderer öffentlicher Zuwen-

dungsgeber und Dritter in Höhe von insgesamt

263,7 Mio. Euro. Damit liegt die Universität

etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus, was

insbesondere auf Sonderzuweisungen des

SMWK und Zuwendungen Dritter zurückzu-

führen ist.

Bei den Zuweisungen aus zentralen Haushalts-

ansätzen in Höhe von 26,0 Mio. Euro seien

besonders das Bildungspaket Sachsen 2020 mit

Ist-Einnahmen in Höhe von 11,3 Mio. Euro und

das Zielvereinbarungsbudget mit Ist-Einnahmen

in Höhe von 8,8 Mio. Euro hervorgehoben.

Diese Mittel kamen vor allem der Lehramts-

ausbildung und der Steigerung der Attraktivität

der Lehre und des Studienstandorts Leipzig,

der Qualitätssicherung der Lehre sowie der

Umsetzung der Zielvereinbarung zugute.

Im Jahr 2016 betrugen die gesamten

Drittmitteleinnahmen der Universität

Leipzig 108,3 Mio. Euro, davon entfielen

65,3 Mio. Euro auf den Hochschulbereich.

Der Rückgang, verglichen mit den Drittmit-

teleinnahmen des Vorjahres, resultiert vor

allem aus einem Sinken der Fördermittel des

Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

(EFRE) sowie des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung, denn mehrere Inves-

titionsvorhaben waren 2015 erfolgreich abge-

schlossen worden. Dazu zählten Investitionen

in die Forschungsinfrastruktur und die Be-

schaffung von Großgeräten unter anderem für

die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie

und Psychologie, für die Fakultät für Chemie

und Mineralogie und für das Translationszen-

trum für Regenerative Medizin (TRM), eine

Zentrale Einrichtung der Universität. Zudem

musste im Haushaltsjahr 2016 das nächste

EFRE-Programm der Europäischen Union erst

anlaufen. Nach dem Auslaufen der Förderung

durch das BMBF im Jahr 2015 konnte das

TRM ab 2016 als Sächsischer Inkubator für

klinische Translation (SIKT) mit finanzieller

Unterstützung des Freistaats Sachsen in Höhe

von 1 Mio. Euro fortgeführt werden.

Bei der Einwerbung wettbewerblicher, begut-

achteter Drittmittel war die Universität Leip-

zig im Jahr 2016 sehr erfolgreich. So konnte

der Hochschulbereich die Drittmittelein-

werbungen bei der Deutschen Forschungs-

gemeinschaft sowie dem Förderprogramm

HORIZON2020 der Europäischen Union

weiter steigern. Zu den größten Erfolgen

zählten unter anderem das von der DFG

geförderte Deutsche Zentrum für integrative

Biodiversitätsforschung (iDiv), der SFB 1052

zur Adipositasforschung und das Graduierten­

kolleg GRK 1763 zur Automatenforschung in

der Informatik (jeweils 2. Förderphase) sowie

der SFB 1199 zur Globalisierungsforschung

und das EU-Projekt PAPA-ARTIS im Bereich

der Herzmedizin. Die wichtigsten Drittmittel-

geber der Universität waren 2016 erneut die

DFG und das BMBF.